Unsere Kinder haben keine Alternative.
Der Verkehr schon.

Ja zum Zusatzkredit A4-Zubringer...

A4-Zubringer Obfelden / Ottenbach: das Projekt in Kürze

Die Autobahn A4 wurde mit dem Ziel gebaut, die Dörfer im Knonauer Amt vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Da der Anschluss Affoltern a.A. zu erheblichem Mehrverkehr durch die Dörfer Obfelden und Ottenbach führt, war der A4-Zubringer als flankierende Massnahme von Beginn weg Bestandteil der Autobahn.

Das vorliegende Projekt besteht im Wesentlichen aus der 2 Kilometer langen Umfahrung Ottenbach sowie der Tieferlegung und Teil-Überdeckung der Kantonsstrasse in Obfelden-Bickwil. Hinzu kommen Massnahmen zur Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrten in Ottenbach und Obfelden, welche die Verlagerung des Durchgangs- und Schwerverkehrs auf den Zubringer langfristig sicherstellen.



Eröffnung ohne den A4-Zubringer Obfelden / Ottenbach

Doch die A4 wurde 2009 ohne den zugehörigen Zubringer Obfelden/Ottenbach eröffnet. Der Grund: Der Bund hatte Mitte der 1990er Jahre, kurz vor Baubeginn, das Nationalstrassengesetz geändert und die Erstellung von Zufahrtsstrassen aus Spargründen an die Kantone delegiert. Auch der Kanton Zürich hatte damals nicht genug Geld und nahm das Projekt nicht ins kantonale Bauprogramm auf. Deshalb fliesst der Verkehr zur Autobahn mit seinen 40-Tönnern bis heute mitten durch Obfelden und Ottenbach, wobei die Obfelder Dorfstrasse der zentrale Schulweg ist – für viele Kinder mit einer Länge von bis zu 1,5 Kilometern.

Obfelden und Ottenbach setzten sich weiterhin für den A4-Zubringer ein

Die beiden Gemeinden setzten sich weiterhin vehement für den Bau des A4-Zubringers ein. So gingen Planung und Diskussion während über 10 Jahren weiter. Schliesslich stimmte die Regierung des Kantons Zürich 2011 einem Vorlageprojekt zu, welches in Ottenbach die im kantonalen Verkehrsrichtplan vorgesehene Umfahrung und in Obfelden die Untertunnelung des Ortskernes Bickwil vorsah. Im Januar 2012 genehmigte der Kantonsrat den Kredit. Dagegen ergriff eine Minderheit des Kantonsrats das Referendum.

Das Volk sagt mit grosser Mehrheit «Ja» zum A4-Zubringer Obfelden / Ottenbach

Die Zürcher Stimmbevölkerung zeigt sich solidarisch mit den beiden Landgemeinden Obfelden und Ottenbach und nahm am 23. September 2012 die Vorlage mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 62.6% Prozent an – ein überwältiges Statement, ist doch in den Jahren davor kein grösseres Strassenprojekt von der kantonalen Bevölkerung angenommen worden. Im Bezirk Affoltern betrug die Zustimmung sogar rund 70%, in den Gemeinden Ottenbach 76%, in Obfelden gar 87%.

April 2019: Mehrkosten erfordern erneut einen Beschluss des Kantonsrats

Obfelden und Ottenbach warten nun bereits seit 7 Jahren auf Realisation und die Umsetzung des Volksentscheids. Im April 2019 kam dann statt des längst erwarteten Baubeginns die Hiobsbotschaft: Bevor der A4-Zubringer gebaut und damit die Verkehrs- und Schulwegsicherheit endlich verbessert werden kann, ist ein Zusatzkredit notwendig, der erneut dem Kantonsrat zur Abstimmung vorgelegt werden muss.

Antrag des Kantonsrats und genaue Kostenübersicht Stand Januar 2019 (PDF-Download) >>>

Aktuelle Information und Stellungnahme der IG Sicherer Schulweg >>>

Leserbriefe im Affolter Anzeiger (KW 28/2019) als Reaktion auf den Abstimmungsbeschluss der Grünen Bezirk Affoltern >>>


Zahlreiche Gutachten mussten erstellt, Einwendungen von direkt Betroffenen bearbeitet, archäologische Fundstellen geprüft und die Auflagen der Umweltfachämter berücksichtigt werden. Dazu kamen: Erhöhte Baukosten sowie Zusatzaufwände bei der Projektierung, beim Landerwerb und der Entsorgung von Altlasten. Dass dies über die letzten Jahre zu Mehrkosten führt, ist alles andere als eine Überraschung:

Für all das kann jedoch die lokale Bevölkerung und vor allem die Schülerinnen und Schüler nichts – deshalb dürfen sie auch nicht abgestraft werden. 

📥 PDF: Faktenblatt zum Zusatzkredit 2019

Appell an den Kantonsrat des Kantons Zürich

«Wir haben mittlerweile rund 1‘000 Schulkinder in Obfelden und Ottenbach, die nach wie vor einen Schulweg mit erheblichem Durchgangs- und Schwerverkehr in Kauf nehmen müssen, und das auf einer Länge von bis zu einem Kilometer.
Wir bitten den Kantonsrat deshalb um jene Fairness und Solidarität, welche auch die Stimmbevölkerung 2012 zeigte. Der Zusatzkredit ist mehr als gerechtfertigt für ein heute im Detail ausgearbeitetes Projekt, das sehr hohe Massstäbe erfüllt, gerade auch im Umweltbereich.»

Philipp Schweiger
Co-Präsident IG Sicherer Schulweg


Weiterführende Informationen zum Projekt

Bauliche Details zum A4-Zubringer

Prognostizierte Projektkosten

Prekäre Schulwegsituation in den Dörfern

Flachmoor in Ottenbach bleibt intakt

Was sagte die Gegnerschaft des Projekts 2012?

5 Gründe, warum es den A4-Zubringer dringend braucht

Die Zürcher Stimmbevölkerung hat den A4-Zubringer Obfelden/Ottenbach bereits am 23. September 2012 mit 62,6 % Ja-Stimmen deutlich angenommen. Sämtliche Gemeinden des Kantons Zürich – inklusive die Städte Zürich und Winterthur – haben der Vorlage zugestimmt. In Obfelden lag der Ja-Anteil bei 87%, in Ottenbach bei 76%. Versprechen der Regierung sind einzulösen – so lautet das Fazit dieses denkwürdigen Abstimmungssonntags.

Diese fünf Gründe haben die Zürcherinnen und Zürcher im September 2012 vom Nutzen des Bauprojekts überzeugt – und diese haben heute mehr sogar an Dringelichkeit und Aktualität zugenommen:

1. Sichere Schulwege für unsere Kinder

Seit der Eröffnung der A4 vor zehn Jahren ist der Schulweg von rund 1000 Schülerinnen und Schüler in Obfelden und Ottenbach zum Autobahnzubringer geworden. Der Durchgangs- und Schwerverkehr nimmt weiter zu – es wird immer gefährlicher. Ein unzumutbarer Zustand.

 

2. Volksabstimmung respektieren – alles andere ist unfair

Die Entlastung der Dorfzentren in Obfelden und Ottenbach war von Beginn weg Teil der A4 und wurde in der Volksabstimmung 2012 von einer klaren Mehrheit der Stimmbevölkerung gutgeheissen. Es wäre nicht fair, den A4-Zubringer nun unter den Tisch zu wischen und die betroffenen Anwohner und Schulkinder ihrem Schicksal zu überlassen.

 

3. Bestmöglicher Schutz von Umwelt und Landschaft

Die Umweltschutz- und Aufwertungsmassnahmen im Bereiche der sensiblen Reusslandschaft in Ottenbach sind umfassend. Sie zeigen klar: Der Naturschutz wird beim A4-Zubringer ernst genommen und mit hoher Priorität umgesetzt.

📥 PDF: Umweltanalyse von Dr. Werner Sutter

 

4. Öffentlicher Verkehr profitiert von entlasteten Dorfzentren

Wer heute mit dem Postauto reist, bleibt in Obfelden und Ottenbach zu Stosszeiten oft im Stau stecken. Mit verkehrsberuhigten Dorfzentren ist Schluss damit – der öffentliche Verkehr hat endlich wieder Priorität.

 

5. Ein allfälliges Nein zum Zusatzkredit wäre nicht gratis

Auch bei einem Nein zum Zusatzkredit A4-Zubringer fallen Kosten von 20 - 30 Millionen Franken an für zwingende Verbesserungsmassnahmen (Lärmschutz, Ausbau Ortsdurchfahrten). Diese Kosten muss der Kanton Zürich dann selbst bezahlen, weil die Bundesbeiträge in der Höhe von 25,8 Mio. Franken entfallen. Und die Verkehrsprobleme werden nur noch grösser.

 

News rund um den A4-Zubringer

Herbe Enttäuschung für die Bevölkerung von Obfelden und Ottenbach • April 2019

STELLUNGNAHME IG SICHERER SCHULWEG VOM 11.4.2019

Die Geduld der rund 1'000 Schülerinnen und Schüler sowie 8000 Einwohnerinnen und Einwohner von Obfelden und Ottenbach wird weiter strapaziert: Bevor der A4-Zubringer gebaut und damit die Verkehrs- und Schulwegsicherheit endlich verbessert werden kann, muss der Zürcher Kantonsrat einen Zusatzkredit genehmigen.

Bis zuletzt hatte die Zürcher Baudirektion einen Baubeginn im Frühjahr 2019 in Aussicht gestellt – doch nun kommt ein jäher Rückschlag. Aufgrund von erhöhten Baukosten sowie Zusatzaufwänden bei der Projektierung, beim Landerwerb sowie der Entsorgung von Altlasten entstehen Mehrkosten von 5,36 Millionen Franken, die vom Kantonsrat bewilligt werden müssen. Das Resultat: Eine weitere Projektverzögerung um mindestens ein Jahr.

«Wir haben mittlerweile rund 1'000 Schulkinder in Obfelden und Ottenbach, die nach wie vor einen Schulweg mit erheblichem Durchgangs- und Schwerverkehr in Kauf nehmen müssen, und das auf einer Länge von bis zu einem Kilometer», sagt Philipp Schweiger, Co-Präsident IG Sicherer Schulweg. «Dass es nun zu einer weiteren Projektverzögerung kommt, ist eine herbe Enttäuschung für uns alle. Wir fordern alle Betroffenen auf, das Gemeinwohl ins Auge zu fassen und alles daran zu setzen, dass unsere Dorfzentren endlich entlastet werden.»

Die IG Sicherer Schulweg fordert im Einzelnen:

  • Vom Kantonsrat: Eine zügige Bewilligung des Zusatzkredits für den A4-Zubringer Obfelden/Ottenbach. Es handelt sich dabei um ein Vorhaben, das von der Zürcher Stimmbevölkerung 2012 mit grosser Mehrheit gutgeheissen wurde und nun endlich realisiert werden soll. Das Projekt ist bis in alle Details geplant und beinhaltet nicht zuletzt auch umfangreiche Umweltschutzmassnahmen sowie zwei Kilometer neue Geh- und Radwege.
     
  • Von der Baudirektion: Die Fortsetzung der Projektierungsarbeiten mit voller Kraft, so dass der Baubeginn rasch möglichst erfolgen kann.
     
  • Von den Privatpersonen in Obfelden und Ottenbach, die vom Projekt betroffen sind: Eine kooperative Haltung, so dass dem Bauprojekt nicht noch weitere Steine in den Weg gelegt werden. Die demokratischen Einspracherechte wurden bereits ausgiebig wahrgenommen – und das ist OK so. Nun ist es jedoch Zeit, wieder das Gemeinwohl ins Auge zu fassen und gemeinsam Lösungen zu finden.



📥 PDF: Beschluss des Kantonsrates über die Bewilligung eines Zusatzkredits für den Autobahnzubringer A4 Obfelden/Ottenbach

A4-Zubringer: «5 Jahre Warten ist genug – unsere Geduld wird sehr strapaziert»

„Bewilligungsfähig“: Fachstellen geben grünes Licht für A4-Zubringer

Erneute Verzögerung wegen Einsprachen - ohne Einsprachen seitens der Verbände

IG Sicherer Schulweg fordert ÖV-Ausbau statt -Abbau

IG Sicherer Schulweg macht weiter – bis der A4-Zubringer gebaut ist

Foto

Wir haben «Ja» gesagt…

Folgende Gremien, Parteien und Organisationen haben im Vorfeld der Volksabstimmung vom 23. September 2012 die «Ja-Parole» beschlossen bzw. herausgegeben:

Gemeinde Ottenbach

Gemeinde Obfelden

BDP Kanton Zürich

CVP Kanton Zürich

CVP Kanton Zürich

EDU des Bezirks Affoltern

EVP Kanton Zürich

FDP Kanton Zürich

FDP Bezirk Affoltern

SP Bezirk Affoltern

SVP Kanton Zürich

SVP Bezirk Affoltern

Organistationen

Bezirksgewerbeverband Affoltern

Kanton Zürich

Road Cross Schweiz

Video-Statements

Was geschieht bei einem Nein zum A4-Zubringer Obfelden/Ottenbach?

Hugo Wandeler, Regional- und Siedlungsplaner


Zerstört der A4-Zubringer die Reusslandschaft?

Ein Streifzug durchs Flachmoor mit Werner Suter

Heiner Stolz

Ehem. Präsident SP Obfelden


Josef Wiederkehr

Kantonsrat CVP


Carmen Walker Späh

Zürcher Regierungsrätin FDP

Martin Haab

Kantonsrat SVP


Thomas Ammann

Gemeindepräsident, Obfelden


Peter Zehnder

Ehem. Präsident Primarschule, Obfelden


Kurt Weber

Ehemaliger Gemeindepräsident, Ottenbach


Rolf Stutz

Postauto-Unternehmer, Jonen


Philipp Schweiger

Marketing Manager, Vater von 3 Kindern, Obfelden


Anastasia Plouda

Sozialarbeiterin, Mutter von 2 Kindern, Obfelden


Fränzi Jseli (1)

Hausfrau & Kauffrau, Mutter von einem Kind, Ottenbach


Fränzi Jseli (1)

Hausfrau & Kauffrau, Mutter von einem Kind, Ottenbach



Verein IG Sicherer Schulweg

Die IG Sicherer Schulweg ist ein parteiübergreifender Verein von Eltern und Dorfbewohnern aus Obfelden und Ottenbach, die sich für Verkehrssicherheit, insbesondere sichere Schulwege und menschenfreundliche Dorfzentren einsetzt. 

Sie hat im Jahr 2012 die kantonale Abstimmungskampagne für den A4-Zubringer geführt, mit dem Ziel, Obfelden und Ottenbach vom Durchgangs- und Schwerverkehr zum Autobahnanschluss Affoltern a. A. zu entlasten und den heute über 1’000 Schülerinnen und Schülern ein sicheres Erlebnis «Schulweg» zu ermöglichen


Postadresse

Verein IG Sicherer Schulweg
c/o David Rittmeyer
Dorfstrasse 71
8912 Obfelden

Wir freuen uns über jede Spende!

IBAN: CH70 8080 8006 2295 3216 5
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