Sicherer Schulweg – was heisst das eigentlich?

Kindergarten- und Schulwege sind wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder, deshalb sollen sie – nach einer Angewöhnungszeit bei den Kleinen – selbständig zurückgelegt werden können. So genannte Elterntaxis sind kontraproduktiv und führen nicht zuletzt zu mehr Verkehr. Doch die Frage stellt sich: Wann ist ein Schulweg zumutbar, wann ist er zu weit oder aufgrund des Verkehrs zu gefährlich und damit unzumutbar?

Fixe Normen dazu gibt es nicht, dies gleich vorneweg. Massgeblich für die Beurteilung sind der Schüler bzw. die Schülerin selbst, der persönliche Entwicklungsstand sowie die Art und Gefährlichkeit des Schulwegs.

Der Fachveband Fussverkehr hält in ein seiner Studie u.a. Folgendes fest, gestützt auf die aktuelle Rechtssprechung:

Kindergarten

  • Die Überquerung einer stark befahrenen Strasse kann Kinderngartenkindern nicht zugemutet werden; auch dann nicht, wenn ein Fussgängerstreifen mit Mittelinsel vorhanden ist.
     

Primarschule

  • Einem siebenjährigen Kind kann die Überquerung einer stark befahrenen Kantonsstrasse ohne Fussgängerstreifen und Ampel nicht zugemutet werden
  • Ein Schulweg entlang einer Kantonsstrasse ohne Trottoir, Radweg oder Radstreifen kann zehnjährigen Schulkindern nicht zugemutet werden (Frage ist: muss der Radweg durchgängig sein?)
     

Generell

  • Wege bis 30 Minuten, die viermal pro Tag zurückgelegt werden, sind zumutbar, sofern die Aufenthaltszeit zuhause mindestens 45 Minuten beträgt
  • Die sich daraus ergebende Distanz ist abhängig von Kind und Gehgeschwindigkeit; 1,5 Kilometer Schulweg gelten in der Regel als zumutbar
     

Die IG Sicherer Schulweg hat 2012 in einem Faktenblatt dargelegt, dass die Schulwegsituation in Obfelden für zahlreiche Kinder prekär und an der Grenze des Zumutbaren ist punkto Verkehrssicherheit. Der Grund liegt in der speziellen Geografie des Dorfes begründet, die bedingt, dass der Schulweg vieler Kinder entlang der Zufahrtsstrecke zur Autobahn A4 liegt. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich die IG Sicherer Schulweg für die Realisation des A4-Zubringers und die Abklassierung der Dorfstrasse von der Kantons- zur Gemeindestrasse eingesetzt – Basis für geeignete verkehrsberuhigende Massnahmen.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel im Tagesanzeiger vom 13.8.2014 zum Thema >>>

Lesen Sie die Studie und Fakten vom Fachverband Fussverkehr Schweiz zum Thema «Sicherer Schulweg» >>>

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